Musikschulen in Worms, Keyboardunterricht in Worms, Musikunterricht in Worms,

Wie alles begann:

Aus einer spontanen Idee wurde eine Erfolgsgeschichte

(Von Charly Wirthwein) 

25 Jahre Musikschule Wirthwein - da blickt man doch gerne schmunzelnd auf die vergangene Zeit zurück. Die Gründung erfolgte in einer Ära, in der Internet und Onlinebestellung völlig fremde Begriffe waren. Man ging damals noch ins Musikgeschäft, um ein Instrument zu erwerben.

„Ich will mir heute in der Stadt von meinem Ersparten endlich das neue Keyboard kaufen!“ Mit diesem Satz begann die Gründung der Musikschule. Über ein Jahr hatte ich dafür gespart und freute mich riesig auf die neue Anschaffung fürs Wohnzimmer. Es war ein Yamaha PSR 500, das mich damals so sehr begeistert hat. 1100 DM sollte es kosten. Doch die freundliche Verkäuferin im Musikgeschäft erklärte mir, dass dieses Keyboard ausverkauft sei und es auch keinen Nachbau gäbe. Die Enttäuschung war groß.

Sie zeigte mir ein größeres Vorführinstrument, das ich zu einem reduzierten Preis bekommen könnte. Ein Yamaha PSR 2700 mit modernem Diskettenlaufwerk zum Aufnehmen und Abspielen der Songs. Die Preisdifferenz lag allerdings bei 500 DM. Ein hoher Zuschlag, zumal wenn man erst vor dem Traualtar gestanden und die neu bezogene Mietwohnung eingerichtet hat. Der „hohe“ Aufpreis  stieß natürlich bei meiner frisch angetrauten Ehefrau Martina auf erheblichen Widerstand. Doch wenn man nicht nur in die Ehefrau, sondern auch in ein Musikinstrument verliebt ist,  kostet es eine Menge Überzeugungsarbeit, verbunden mit Kompromissbereitschaft.

„Zum finanziellen Ausgleich werde ich nebenher ein paar Unterrichtsstunden geben“, versprach ich ihr. So etwas habe ich nämlich während meiner Bundeswehrzeit Mitte der 80er Jahre schon einmal gemacht und damit die trübe Soldkasse etwas aufgebessert. 

Dass die Schüler aber zu uns nach Hause kommen sollen, stieß bei Martina nun gar nicht auf Begeisterung, doch ich konnte sie letztendlich doch überzeugen. 10 DM kostete damals die Unterrichtsstunde. Eine Gebühr, die zu jener Zeit schon im unteren Bereich lag und natürlich heute nicht mehr haltbar ist. Es dauerte auch nicht lange, bis tatsächlich die ersten Interessenten sich für den Unterricht anmeldeten und uns weiter empfahlen.

Mit großer Resonanz hatten wir nicht gerechnet, aber es kam glücklicher Weise anders.  In den folgenden Jahren wuchs die Musikschule, so dass wir heute nach 25 Jahren mit fünf freiberuflichen Unterrichtskräften an drei Standorten unterrichten und das Angebot auch auf Klavier, Gitarre, Schlagzeug und Akkordeon ausweiten konnten. Die Vermietung von Instrumenten ist zudem eine zusätzliche Dienstleistung geworden. Die einst skeptische Ehefrau ist heute die starke Person und gute Seele der Musikschule, die die Verwaltung der Standorte fest im Griff hat. 

Ach ja: Den Kauf des damals größeren Keyboards im bezug auf den Musikunterricht, bezeichnet Martina mittlerweile als eine kluge Entscheidung. 

Fazit: Das Schicksal ist manchmal gar nicht ungerecht. Wenn es Dir etwas verweigert, will es Dir vielleicht nur neue Wege zeigen. Man muss sie nur annehmen.

 

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